Veranstaltungen
Hugues Fulchiron - La reconnaissance au service de la libre circulation des personnes et de leur statut familial dans l’espace européen
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De plus de pays ouvrent le mariage aux personnes de même sexe. Face l’ampleur des problèmes posés et aux oppositions radicales qui séparent désormais les Etats européens, praticiens et chercheurs ont été amenés à repenser une partie des mécanismes du droit international privé et à imaginer des solutions nouvelles, inspirées notamment de la théorie de la reconnaissance. Même si la Cour EDH des droits de l’homme (arrêt Schalk et Kopf c. Autriche) et la CJUE font preuve d’une grande prudence, pourrait s’affirmer peu à peu un véritable principe de libre circulation des mariages homosexuels (et au delà des situations familiales) valablement créés à l’étranger, dans le prolongement des arrêts Wagner c. Luxembourg et Négrépontis-Giannisise c. Grèce de la Cour EDH et de des arrêts Garcia Avello et Sayn-Wittgenstein de la CJUE.

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Philippe Lortie - The 2007 Hague Child Support Convention – Opportunities for Domestic Reforms
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Further to providing a picture of the international recovery of child support before the 2007 Hague Child Support Convention and presenting an overview of the 2007 Hague Child Support Convention, Mr. Lortie will highlight the practical challenges in this area of the law such as the increasing number of divorces and the resulting number of child support cases, the budget crises experienced by many States and the role of States in providing welfare, social security payments in lieu of the child support that should normally be provided by the parents.

Against this background, Mr. Lortie will present opportunities for domestic law reforms in relation to the recovery of child support with respect to matters such as: effective access to procedures (e.g., administrative versus court-based systems); the location of the debtor; the establishment of parentage; the determination of the amount of maintenance to be paid; the swift recognition, enforceability and effective enforcement of decisions; information technology; and, questions of applicable law.

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Tagung - Rechtsvergleichung als juristische Auslegungsmethode
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Die interdisziplinäre Tagung befasst sich mit der Bedeutung der Komparatistik in ihrer Funktion als Auslegungsmethode des Rechts. Die Palette der hier angesprochenen Fachbereiche umfasst Kollisionsrecht, Zivilrecht, Verfahrensrecht, Strafrecht, Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Völker- und Europarecht. Dabei werden nicht nur methodische Überlegungen zur Rechtsvergleichung aus Sicht der einzelnen Disziplinen angestellt, sondern es wird auch die konkrete Judikatur österreichischer und europäischer Höchstgerichte darauf hin untersucht, ob und unter welchen Bedingungen Rechtsvergleichung als Methode der juristischen Interpretation und damit auch in der Rechtspraxis Anwendung findet. Die Tagung strebt wissenschaftliche Erkenntnisse darüber an, ob juristische Disziplinen und Höchstgerichte die rechtsvergleichende Methode unterschiedlich anwenden und auf welche Ursachen dies zurückgeführt werden kann. Insbesondere wird dabei auf folgende Fragestellungen eingegangen: Lassen sich in Lehre und Praxis aktuelle Tendenzen feststellen, die Rechtsvergleichung stärker als Auslegungsmethode heranzuziehen? Welche Rolle spielen hierbei europäische und globale Integrationsprozesse? Entwickeln Gerichte, die rechtsvergleichend arbeiten, eine eigene „Methodologie der Rechtsvergleichung“, oder wird die Rechtsvergleichung lediglich als modisches Beiwerk einer auf andere Interpretationsmethoden gestützten Lösung von Rechtsproblemen bemüht? Handelt es sich dabei um eine „fünfte Auslegungsmethode“, oder können Rechtssysteme auch eine andere (positive/negative) Handhabung der Rechtsvergleichung vorschreiben? Können rechtsstaatliche und demokratische Bedenken gegen die Rechtsvergleichung durch ihre Problemlösungskapazität aufgewogen werden? Welche methodischen Anforderungen an eine rechtsvergleichende Auslegung lassen sich aus Sicht der verschiedenen juristischen Disziplinen formulieren, und welche Erfahrungen können dafür nutzbar gemacht werden?

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Prof. Ulrich Magnus - CISG und Gemeinsames Europäisches Kaufrecht – Partner oder Gegner?
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Zum Ende 2011 hatte die EU-Kommission mit dem Entwurf einer Verordnung zu einem Gemeinsamen Europäischen Kaufrecht (GEKR oder CESL) überrascht. Dieser Entwurf soll das materielle Recht für internationale Käufe regeln, dabei aber nicht nur Verbraucherkäufe, sondern auch grenzüberschreitende Käufe zwischen bestimmten Unternehmen erfassen. Nun besteht für transnationale Kaufgeschäfte zwischen Kaufleuten aber seit langem das wohleingeführte und weltweit erfolgreiche Wiener UN-Kaufrecht (CISG). Dieses Nebeneinander gibt dringenden Anlass, sich eingehend mit dem Verhältnis der beiden Instrumente zueinander zu beschäftigen. Macht das Europäische Kaufrecht neben dem CISG Sinn? Wie weit überschneiden sich beide Regelungen? Genügt der optionale Charakter des GEKR/CESL für ein spannungsfreies Nebeneinander? Neben einem Überblick über die wesentlichen Grundzüge des neuen Entwurfs sind Antworten auf diese Fragen zu geben.

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Prof. Evgeny Sukhanov - Die Probleme der Modernisierung des geltenden russischen Zivilgesetzbuches
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1. Die Notwendigkeit der Modernisierung und "Erneuerung" des geltenden russischen Zivilgesetzbuches von 1995 - 2006:

a) die faktische Geltung des alten sowjetischen Sachenrechts ("Bodenrechts"), System der begrenzten Sachenrechte auf Grundstücke und Probleme der staatlichen Eintragung der Rechte auf Immobilien (Grundstücke);

b) die Körperschaften (die Gesellschaften) und Vereine mit ideellen Zwecken im geltenden und künftigen russischen Gesellschaftsrecht.


2. Benötigt Russland zusätzlich zum Zivilgesetzbuch auch ein selbständiges Handelsgesetzbuch ("Unternehmensgesetzbuch")?

a) das selbständige "Unternehmensrecht" gilt derzeit in Russland und in einigen anderen GUS-Staaten (Ukraine, Kasachstan) als Mischung von Privat- und öffentlichem Recht - im Sinne des verbliebenen Teils der Theorie "des sozialistischen Wirtschaftsrechts";

b) die moderne allgemeine Entwicklung des Handelsrechts und seiner Kodifikation in Mittel- und Osteuropäischen Staaten.


3. Über die Grenze des ausländischen rechtlichen Einflusses auf die moderne Entwicklung der russischen Zivilgesetzgebung:

a) ein "Kampf" zwischen europäischem Zivilrecht und anglo-amerikanischem common law auf dem "russischen Feld" in den Bereichen Vertrags- und Sachenrecht;

b) die widersprüchlichen Tendenzen der Entwicklung des Gesellschaftsrechts (Arten der Gesellschaften, die Notwendigkeit eines Satzungskapitals, die Leitung in der Gesellschaft und Stimmbindungsverträge im russischen Gesellschaftsrecht).

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Prof. Dr. Yasuhiro Okuda – Japanisches Immigrationsrecht: historische Entwicklung und Gegenwart
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Der Vortragende gibt einen Überblick auf die historische Entwicklung des japanischen Immigrationsrechts und erörtert die Beziehungen zu benachbarten Rechtsgebieten wie IPR, Staatsangehörigkeitsrecht, und Menschenrechtskonventionen. Er beginnt mit der Geschichte seit dem 16. Jahrhundert, als die ersten Europäer Japan erreichten, um dem Zuhörer eine konkrete Vorstellung vom Land zu vermitteln. Danach betrachtet er Gesetze in angrenzenden Rechtsgebieten, deren Funktion durch das Immigrationsrecht beschränkt wird. Diese Gesetze regulieren die rechtliche Stellung von Ausländern, die erst dann abgesichert ist, wenn die Betroffenen in Japan wohnberechtigt sind. Der Vortragende argumentiert, dass das Immigrationsrecht und die angrenzenden Rechtsgebiete eng verbunden betrachtet werden sollten.

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Dr. Andrey Shirvindt - Das Schuldverhältnis in der Reform des russischen Zivilgesetzbuches
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Eine tiefgreifende Reform des zentralen Kodifikationswerks lädt zu einer Grundlagendiskussion ein. Damit Gesetzesänderungen die erwünschten Erfolge zeitigen, bedarf es der Rückbesinnung auf den bestehenden Rechtsbestand. Überlieferte Institute und Begriffe, die im Alltag der Rechtsanwendung bzw. Gesetzesauslegung unkritisch als selbstverständlich wahrgenommen werden, erscheinen bei Reformprojekten plötzlich problematisch. Zahlreiche Entwürfe, die heute die existierenden Formen des juristischen Denkens de lege ferenda in Frage stellen und eine Rechtfertigung von jenen herausfordern, die möglicherweise Bedenken gegen Reformen hegen, belegen oft mangelnde Einsicht in die historischen und dogmatischen Grundlagen der betroffenen Rechtsordnung und Rechtstradition.


Im Rahmen der umfassenden Reform des russischen Zivilrechts betreffen viele Änderungsvorschläge das allgemeine Schuldrecht. So sind etwa der Inhalt des Schuldverhältnisses, seine Systematisierung nach dem Entstehungsgrund und sein Anwendungsbereich ebenso sowie die Modalitäten der Drittleistung von der Reform erfasst. Wohl am weitesten geht das Reformprojekt, wenn es den Grundsatz der Naturalerfüllung in das russische Recht einführt.


Dr. Andrey Shirvindt unterzieht die diversen Vorschläge einer rechtlichen Analyse und Würdigung.

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Prof. van Hoecke - Exported European Law vs African traditions
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Law transfers often have not been successful because they didn’t fit with the local legal culture. Of course, such local legal cultures may be stronger in some areas, such as family law, than in others,such as air traffic regulation.

In my lecture I will study the effect of legal transfers from Europe to Africa in the area of family law, as this is the area of law which is generally considered to be the most closely linked with local cultures. Examples will be drawn from several African countries, with an emphasis on Nigerian law.
 

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Prof. Talia Einhorn - The Coordinating Role of Private International Law
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In the post-industrial era ever more goods, services, persons and capital cross national borders. Business organizations – companies, corporate groups and state-owned enterprises – “enter” and “exit” states offering goods and services according to their business needs. Each of these requires coordination of the legal systems in which the various activities take place, in order to inspire confidence that an activity undertaken in the territory of one country will not be frustrated in another.

The presentation will explore the coordinating role of private international law, on an international level as well as within each national system. The legislature has to take account of cross-border effects of its legislation also when enacting statutes that, on their face, seem to concern purely domestic matters. Private international law provides courts with tools that enable coordination even in the absence of legislation, such as the preliminary question, renvoi, and the application of economic conflict-of-law rules. Occasionally, there may be need to coordinate results obtained under religious law and secular law. In certain matters there is need for coordination on an administrative and regulatory level. Finally, coordination has also its limits and some of those will be addressed.

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Prof. David Kershaw - The Path of Corporate Fiduciary Law
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Contemporary accounts of corporate legal evolution view lawmakers as highly responsive to the economic interests of both pressure groups and markets. Through this lens law is understood to be the product of pressures exerted by managers, investors, institutional shareholders and the Federal Government, and the incentives of state lawmakers to accommodate the interests of these pressure groups. This view dominates the current understanding of corporate legal evolution in the United States and is becoming highly influential in comparative accounts of corporate legal variation.

This lecture sounds a note of objection: it argues that the disciplinary pendulum has swung too far toward external accounts of legal evolution and too far away from internal accounts of legal change, which view the path of law, at least in part, as the product of the internally generated constraints of the legal system. Contrary to the dominant account of the evolution of self-dealing law in the United States, the contemporary self-dealing rule is not the unexplained product of external market pressures but is the logical product of the path of fiduciary law trodden through the corporate conception. The lecture shows that for contemporary corporate law a significant dose of inevitability was administered at the inception of general incorporation.

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Prof. Lynn D. Wardle - International Recognition of Same-Sex Marriages and the Full Faith and Credit Clause
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This lecture addresses the recognition of same-sex marriage in both private international law and interstate Full Faith and Credit and conflict of laws principles.

It will compare the American position under the Defense of Marriage Act (DOMA) with the approach followed in other jurisdictions.

It will review the American concept of federalism in marriage regulation, and
 

it will consider the relevance for interjurisdictional marriage recognition of the significance of the meaning of marriage.

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Prof. Olga Khazova - Family Law in the Post-Soviet European Territory: What does it look like?
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As the result of the dissolution of the Soviet Union in 1991, new independent states were formed on European territory: Armenia, Azerbaijan, Belarus, Estonia, Georgia, Latvia, Lithuania, Moldova, Russia, and Ukraine. This served as an impetus to extensive law reforms in these countries. Family law reform was a constituent part of this revision. It had to be adapted to the new social and economic realities, which were brought to these countries together with tremendous political changes. In the former USSR, the Soviet republics did not have a lot of freedom in designing their own family laws; all the codes on marriage and the family were practically the same, being based on the Fundamentals of the Legislation of the USSR and Soviet Republics on Marriage and the Family and having, in fact, the Russian Federation (at that time RSFSR) Code on Marriage and the Family 1969 as a common compulsory model. Therefore it is not surprising that after these countries became independent and were released from the pressure of the Soviet state, a completely different picture of family law emerged.

The lecture will focus on the main changes that were introduced into family law of the post-Soviet European countries; it will attempt to explain the existing diversity in legal regulation, as well as reveal the main trends in post-Soviet European family law.

 Einladung zur Veranstaltung mit allen Informationen  976.43 kb

Dr. Leander D. Loacker - Verhaltensökonomik als Erkenntnisquelle im juristischen Kontext?
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Wenn und soweit Recht die Steuerung menschlichen Verhaltens zum Gegenstand hat, erscheint es durchaus nahe liegend, die Augen nicht vor den grundlegenden Erkenntnissen zu verschließen, die die Sozialwissenschaften über eben dieses menschliche Verhalten zutage gefördert haben.

Das neoklassische Konzept des homo oeconomicus und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen, die das heute weitgehend etablierte Kon-zept von Law & Economics charakterisieren, sind ein eindrücklicher Beleg für die Verständnis- und Erkenntnisgewinne, die sich erzielen lassen, wenn die Grenzen der eigenen Disziplin überwunden und deren Lehren (auch) dem Prüfstand extradisziplinärer Forschungsergebnisse ausgesetzt werden.

Ungeachtet der Erfolgsgeschichte von Law & Economics mehren sich die Stimmen, die zwar nicht an der generellen Überzeugungskraft eines solchen interdisziplinären und insbesondere sozialwissenschaftlichen Analyseansatzes für das Phänomen Recht, aber doch an der uneingeschränkten Anwendbarkeit der Prämissen zweifeln, auf denen der standardökonomische Ansatz beruht.

Die Verhaltensökonomik ist eine solche wissenschaftliche Strömung, die anhand empirischer Untersuchungen u.a. herauszuarbeiten versucht, wo und inwiefern sich in der Realität systematisch auftretende Verhaltensweisen beobachten lassen, die aus traditioneller ökonomischer Sicht letztlich nur als Anomalien erklärbar sind. Auf diese Weise möchte sie das vorhandene Erklärungsinstrumentarium erweitern und verfeinerte Prognosemöglichkeiten vor allem dort bieten, wo wirklichkeitsnähere Grundannahmen besonders gefordert sind.

Nach einer einführenden Vorstellung der konzeptionellen Eckpunkte der Verhaltensökonomik soll anhand einiger ausgewählter Beispiele der Frage nachgegangen werden, inwiefern verhaltensökonomische Erkenntnisse auch im Zusammenhang mit rechtlichen Fragestellungen von Nutzen sein können.

Der Vortrag richtet sich an interdisziplinär interessierte JuristInnen und erfordert keine Vorkenntnisse.

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Prof. Kenneth S. Gallant - No Ex Post Facto Criminal Laws: Legality and its Meaning for Comparative and International Law
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The non-retroactivity of crimes and punishments has become a rule of customary international law. How it did so is an interesting and complex story about the use of comparative law in the making of international law.

This rule of international human rights law can be demonstrated as rigorously from practice and opinio juris as any other rule of customary international law. It is sometimes said that less evidence of state practice is necessary to treat an international human right as customary international law. Rules of human rights law, however, are far safer and more secure if grounded in practice as well as opinio juris. Legality is an excellent tool for making such a demonstration of technique in human rights law.

Because legality, as with other human rights, concerns the relationship between states and their own nationals, not just states and others’ nationals, a wider variety of practice sources needs to be considered than is often used in deal with evidence of customary international law that concerns only state interactions with each other. In addition, the practice and opinio juris of international organizations, including international tribunals, has become primary evidence for (not just a subsidiary means of determining) customary international law.

Comparative law technique is necessary to determine the specific content of this rule. Without comparative analysis, it would be difficult to determine which of the many versions of legality in the laws of national and international tribunals constitutes the version required by international law.

 Einladung zur Veranstaltung mit allen Informationen  1.10 MB

Prof. Paul Craig - Der EU-Fiskalpakt
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Auf einer Sondersitzung am 30. Januar in Brüssel haben 25 der 27 EU-Mitgliedstaaten den so genannten "Fiskalpakt" beschlossen, mit dem sie der Staatsschuldenkrise Herr werden wollen. Dieser Pakt sieht weitreichende Maßnahmen vor - etwa die Festschreibung von Schuldenbremsen in den Verfassungen der Mitgliedstaaten oder die Möglichkeit, von der Kommission festgelegte Haushaltsziele vor dem EuGH einzuklagen - und tritt in Kraft wenn 12, also weniger als die Hälfte der Unterzeichnerstaaten, ihn ratifiziert haben.

Der Fiskalpakt bedeutet eine wesentliche Veränderung des Verhältnisses zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten. Vor diesem Hintergrund veranstalten ECSA-Austria und die Interdisziplinäre Gesellschaft für Komparatistik und Kollisionsrecht – IGKK eine Diskussionsveranstaltung mit Professor Paul Craig vom St. John’s College der Universität Oxford, um den Fiskalpakt eingehend zu beleuchten.

Paul Craig ist seit 1998 Professor für Englisches Recht am Saint John's College der Universität Oxford mit den Arbeitsschwerpunkten Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Europarecht. "The evolution of EU law" (gemeinsam mit G. de Búrca, OUP, 2. Aufl. 2011), "The Lisbon Treaty" (OUP 2010) und "EU Law" (gemeinsam mit G. de Búrca, OUP, 4. Auflage 2008) zählen international zu den Standardwerken der europarechtlichen Literatur.

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Podiumsdiskussion - Rationalität im Familienrecht
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Als jener Rechtsmaterie, der die Regelung höchstpersönlicher und privater Angelegenheiten zukommt, ist dem Familienrecht ein genuines Maß an Emotionalität eigen. Es fällt daher mitunter schwer, die Rationalität in Legislativakten und Entscheidungen nachzuzeichnen. Die PodiumsteilnehmerInnen werden je aus praktischer, politologischer und soziologischer Sicht die Notwendigkeit nach Rationalität im Familienrecht als besonders brachliegendes Feld und auch weites Land ansprechen.

Den politologischen Auftakt wird Prof. Birgit SAUER setzen. Sie geht anhand verschiedener Beispiele (bspw gemeinsame Obsorge, Adoption durch eingetragene Partner) der Frage nach, was unter Rationalität im Politikprozess verstanden werden kann, welche Elemente einer rationalen Debatte entgegen stehen und welche Rahmenbedingungen aus politikwissenschaftlicher Sicht für rationale Entscheidungen gebraucht würden.

Sodann wählt RAin Dr. Helene KLAAR aus ihrem reichen justiziellen und politischen Erfahrungsschatz aktuelle und unsachlich diskutierte Rechtsfragen, im Bereich des Kindschaftsrechts aus. Sie analysiert anhand verschiedener Beispiele inwieweit das von allen politischen Lagern ins Treffen geführte Instrumentarium des Kindeswohls zur rechtlichen Einschreibung bestimmter weiblicher Rollenbilder verwendet wird.

Daran anschließend wird RA Dr. MARSCHALL das Unterhaltsrecht am Maßstab des Gender-Mainstreaming einer kritischen Analyse unterziehen und auf ähnliche legislative Unstimmigkeiten aufmerksam machen. Die propagierte Objektivität und Rationalität positivrechtlicher Maßstäbe scheint auch von juristischer Perspektive in Frage gestellt und verstärkt den Ruf nach legislativem Handlungsbedarf.

Schließlich wird Dr. ZARTLER die Reihe der Stellungnahmen mit einem soziologischen Befund abrunden, wonach Rechtsnormen teilweise überholt oder sogar überschießend sind und in vielen Bereichen mit der familialen Realität des Alltags kontrastieren. Abschließend stellt sich daher die Frage ob das “law in the books” und das “law in action” gar so weit von einander entfernt sind, dass rationale Entscheidungen zum reinen Wunschdenken werden?

 Einladung zur Veranstaltung mit allen Informationen  1.15 MB

Prof. Dr. Sjef van Erp - CROBECO - Sollte man vorsichtig sein?
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Eine Reihe von Grundbuchsämtern innerhalb der EU betreiben bereits intensive Zusammenarbeit im Rahmen des so genannten „European Land Information System“ (EULIS) Projekts. Dies passiert dergestalt, dass nationale Grundbuchsämter mit dem Ziel des grenzüberschreitenden Datenzugangs miteinander via Internet verbunden werden. Im Zuge einer Fortführung des Projekts soll nun neben dem Datenzugang auch der gegenseitige Datenverkehr ermöglicht werden. Diesem sogenannten „CROBECO-Projekt“ („Cross Border Electronic Conveyancing“) liegt ein Pilotprojekt zugrunde, in welchem zu prüfen war, ob eine Übertragung von Immobilien in Spanien auf der Grundlage einer von einem niederländischen Notar beurkundeten Auflassung wirksam erfolgen könnte.

Die Reaktionen zu diesem Projekt könnten nicht unterschiedlicher ausfallen:
- Für die Grundbuchsämter in den Niederlanden, in Spanien und inzwischen auch in Portugal ist dies ein rein technisches Projekt, bei welchem technische Fortschritte auch im internationalen Rechtsverkehr Rechtsfolgen zeitigen.
- Notare hingegen befürchten, dass diese Initiative für Käufer und Verkäufer von Grundstücken große Risiken heraufbeschwören könnte.
- Aus unionsrechtlicher Sicht geht es indes um die Weiterentwicklung des europäischen Binnenmarktes, u.a. für Dienstleistungen.

Sollte man also vorsichtig sein?

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Prof. Dr. Dr. Pierre Legrand - The Third Space
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One constitutes oneself as a comparatist by rejecting the fixity of conceptually homogenized understandings and by marking a third location that is neither one nor the other but, disputing the territories of both, something else besides. For the comparatist-at-law, the third space is distinguishable from the laws being compared (it is neither outside or astride those laws) while not being reducible to a composite of the pre-existing laws. In the third space, there takes place a re-articulation projecting meaning beyond any signification obtaining in the situated laws. As it displaces them, the third space can properly be regarded as effectuating an othering of those laws. The third space introduces another other to the comparison-at-law (when it comes to comparison, one plus one makes three). Indeed, emerging beyond any antecedent information, beyond any ”either/or” or ”both/and” scenario, the third space offers a space of contestation and transaction disrupting each law’s assumed totalization, a translational space where meanings are dismantled or deconstructed, but also acts as a powerful site of reconstitution and meaning productivity. In the third space, new knowledge is fabricated. It is crucial, therefore, not to think of the third space as a dialectical arrangement à la Hegel, which would be much too strongly predicated on ideal temporal sequencing and on the no less ideal unfolding of the thesis/antithesis/synthesis scheme — which would mark the termination of a process. Instead, what we have in the third space — through the thirding of legal knowledge — is the unfolding of an interminable heterothesis.

 Einladung zur Veranstaltung mit allen Informationen  1.03 MB

Dr. Maria Berger & Prof. Dr. Camelia Toader - Rechtsfortbildung durch den Europäischen Gerichtshof
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Dr. Maria Berger, Richterin am Europäischen Gerichtshof, wird über die Rolle der Europäischen Grundrechtecharta in der Rechtsprechung des Gerichtshofes berichten. Ihr Vortrag wird sich mit aktuellen Fragen zu Art 6 EUV (neu) auseinandersetzen und unter anderem die folgenden Themengebiete behandeln:

• Anwendungsbereich der Grundrechtecharta
• Interpretationsgrundsätze der Grundrechtecharta
• Verhältnis von allgemeinen Rechtsgrundsätzen und Grundrechtecharta

Dr. Camelia Toader, Richterin am Europäischen Gerichtshof und Professorin an der Universität Bukarest, wird über die Rolle des EuGH bei der Rechtsfortbildung im Privatrecht sprechen. Ihr Vortrag wird sich mit Fragen bezüglich Rechtsschutzversicherungen und Fragen des Arbeitsrechts auseinandersetzen. Im Besonderen wird Frau Dr. Toader diese Themen anhand der folgenden aktuellen EuGH-Entscheidungen diskutieren: 

• Rechtssache C-199/08, Eschig, vom 10. September 2009
• Rechtssache C-293/10, Stark, vom 26. Mai 2011
• Rechtssache C-29/10, Koelzsch, vom 15. März 2011 

 Einladung zur Veranstaltung mit allen Informationen  580.47 kb

Prof. Dr. Eva Maria Micheler - Legal Transplants and Corporate Governance
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Some ten years ago Austria and Germany have adopted corporate governance codes. These codes were modelled after the English corporate governance code. The two codes and rules of corporate law based on these codes have become firmly established in the Austrian and German legal system. They have been absorbed into the national jurisdiction.

The presentation will examine the effect these transplants have had on Austrian and German law. Has the adoption of English corporate law rules led to convergence? Have the rules changed as a result of the transplantation? To what extent has Austrian and German law interpreted the transplanted rules in light of their origin?

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Prof. Dr. Nuray Ekşi - Recognition of “Religious Marriages” and “Non-judicial Divorces” in Private International Law
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Each country shapes its family law to a great extent in accordance with the traditions, customs and religious values inherently dominant in its own country. Therefore, what is usual and natural in one jurisdiction could be regarded as a strange practice in another. Religious marriages and divorces are typical examples of institutions which can be perceived in a multitude of different ways due to cultural particularities. Thus, conflicts arise between the laws of countries with different legal philosophies and cultural traditions. The difficulties become greatest when the conflict is between the laws of countries without any common legal or cultural tradition. Prof. Dr. Ekşi will discuss the following essential question: to what extent are religious marriages such as polygamous marriages, proxy marriages, muta marriages, arranged and forced marriages recognized as valid in private international law. Prof. Dr. Ekşi will also focus on the recognition of administrative and religious divorces which is another extremely difficult issue to reach a proper conclusion for. It will also be discussed in a comparative manner whether divorce by a letter of the husband or talaq or khula, whether religious divorces in Jewish Rabbinical law or in Islamic law are recognized under national private international laws as well as international conventions or the Brussels II Regulation. 

 Einladung zur Veranstaltung mit allen Informationen  1.13 MB

Prof. Anton Cooray - Bridges across legal traditional divides: Oriental and Occidental Laws in Sri Lanka
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Comparative lawyers have been fascinated by the challenges that are thrown by legal transplants. In mixed jurisdictions where two or more legal traditions have taken root comparative jurists are able to observe how these legal traditions sometimes conflict and sometimes mingle with each other.

In the case of Sri Lanka where Colonial masters found fairly well developed indigenous laws the introduction of their laws have had to be done in not a destructive way but in a complimentary manner. The British Colonial administration which is responsible for forming the present state of law and legal system in Sri Lanka respected not only the indigenous laws but also the Roman Dutch law that had been introduced by their predecessors the Dutch.

Legislative reforms during the British Rule continued into the post-colonial period and have modernized the law but not completely uprooted the indigenous laws and legal traditions. In a similar vain judges, both British and Sri Lanka, have interpreted relevant statutes and customary laws to minimize friction between local customs and the received laws.

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Prof. Guiguo Wang - Features, Difficulties and Directions of Contemporary International Economic Law
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Against the background of globalization, contemporary international economic law has the features of internationalization of national norms and domestication of transnational provisions. By its side, a case law is emerged which is relied upon by both institutional and ad hoc dispute resolution bodies.

As services and investment are inseparable in nature, the dichotomies between the norms governing international trade and those regulating international investment are transcended. At the same time, the number of participants in both trade and investment has greatly increased and will continue to grow.

These developments have posed challenges to the current regime. The international community must consider alternatives for improving the system of international economic law and give directions to its future development.

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Prof. Dr. h.c. George Bermann - The US Restatement of International Commercial Arbitration: A Progress Report
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The US law of international commercial arbitration is for the first time the subject of a "Restatement of the Law" by the American Law Institute -- a project designed, like all US Restatements, to bring coherence and some progressive thinking to a body of American law in great need of that. Portions of the Restatement (notably recognition and enforcement of international awards) have been completed and approved. Others (notably confirmation and annulment of awards) are in draft form. And still others (notably enforcing the arbitration agreement, judicial intervention in arbitral proceedings, and investor/state arbitration) still remain to be launched.


Professor George Bermann, of Columbia Law School and Chief Reporter of the Restatement, will present both the general lines of debate surrounding the Restatement, and identify and discuss the most salient concrete issues that have arisen and have been -- or will soon be -- resolved.

 Einladung zur Veranstaltung mit allen Informationen  718.82 kb

Prof. Dr. Nicolás Etcheverry Estrázulas - In Search of Universal Ethic Rules: A Different Way of Understanding Freedom
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Professor Dr. Nicolás Etcheverry Estrázulas will discuss following issues:

• the search for universal ethics
• Do we need universal standards in ethics?
• If so, can we find them? Where?
• a possible definition of ethics
• trying to understand the nature of man
• Senses – Reason – Will – Affections. How do they interact?
• How do all the above contribute to our freedom?
• Can we define truth and righteousness?
• the main issues of ethics
• Can we teach how to handle freedom?
• different ways of approaching and understanding freedom
• Finally, what is freedom really?
• Looking for role or life models: Do we have them?
• What is or should be the purpose of ethics?

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Dr. Wolfgang Breyer - Internationale Standardbauverträge im Spannungsverhältnis zu nationalen gesetzlichen Regelungen
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RA Dr. Wolfgang Breyer lehrt im Sommersemester 2011 als Gastprofessor an der Universität Wien. Er zeichnet sich verantwortlich für die neu errichteten Weiterbildungslehrgänge „International Construction Law“ (MLS und LL.M.). In seinem Vortrag über: „Internationale Standardbauverträge im Spannungsverhältnis zu nationalen gesetzlichen Regelungen“ wird er folgende Punkte ansprechen:

  • Überblick über wesentliche internationale Standardbauvertragsmuster - insbesondere FIDIC
  • vergleichende Betrachtung wichtiger Eckpunkte wie z.B. Abnahme/Übernahme, Vertragsstrafe, Zahlung, Gewährleistungsrechte und -dauer
  • Rechtswahlklauseln in diesen Mustern
  • Kollision mit zwingenden nationalen gesetzlichen Regelungen und deren Auswirkungen

 Einladung zur Veranstaltung mit allen Infos  331.83 kb