Die Europäische Union steht am Scheidepunkt: Ihre Sicherheit, ihr Zusammenhalt und nun auch ihre Wettbewerbsfähigkeit sind bedroht. Mitverantwortlich dafür ist das immer dichter werdende Geflecht unzähliger EU-Normen, das selbst Expert:innen kaum noch zu durchdringen vermögen. Was fehlt, sind klare, einfach verständliche und leicht zugängliche Normen, insbesondere im Bereich des Wirtschaftsrechts. Hier setzt das „Europäische Wirtschaftsgesetzbuch“ (EuWGB) an, das von einer internationalen Gruppe aus Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen erarbeitet wurde. Es fasst nicht nur die zentralen Prinzipien des europäischen Wirtschaftsrechts kompakt zusammen, sondern bietet darüber hinaus auch mehrere „28. Regime“ zusätzlich zu den Rechtsordnungen der 27 Mitgliedstaaten. Hochrangige Unionspolitiker:innen wie Ursula von der Leyen, Mario Draghi und Enrico Letta betonen seit Langem, wie wichtig solche Regime für einen funktionierenden und wettbewerbsfähigen Binnenmarkts sind, ohne bislang jedoch konkrete Regelungen vorzuschlagen. Das EuWGB schließt diese Lücke. Es enthält ausgearbeitete Vorschriften u.a. für die europäische GmbH, den Europäischen Kreditvertrag, das Europäische Derivat und die Europäische Hypothek. Im Rahmen einer Konferenz an der Universität Wien werden die Autor:innen diese und das EuWGB mit Stakeholder:innen und politischen Akteur:innen diskutieren. Datum 4. April 2025, Einlass ab 13.00 Uhr,...